Grüne wollen Geschäftsinhaber bei Wirtschaftspolitik stärker berücksichtigt wissen
Aktuell haben engagierte Bamberger Einzelhändlerinnen und Einzelhändler die Aktion #noblackfriday ins Leben gerufen. In beinahe jedem Schaufenster insbesondere des inhabergeführten Einzelhandels sind Plakate zu finden, die zu lokalem Konsum aufrufen, aber auch deutliche Kritik an einer Aktion von Stadtmarketing Bamberg e.V. zum Ausdruck bringen, welcher zur „black shopping week“ aufgerufen hatte.
Laut Auskunft des Händlerzusammenschlusses, welchem zwischenzeitlich weit mehr als 50 Geschäfte aus der Bamberger Innenstadt angehören, bräuchte es andere Aktionen und auch die Events werden teils kritisch gesehen. Auch der zuständige Bürgerverein Mitte unterstützt die Haltung des Handels.
Die Fraktion Grünes Bamberg hat sich deshalb mit einem Antrag an Oberbürgermeister Andreas Starke gewandt, wonach geklärt werden soll, wie die Stadtverwaltung ihre Position im Vorstand von Stadtmarketing Bamberg nutzen kann, um die vom Stadtrat beschlossenen Konzepte voranzutreiben. Fraktionsvorsitzender Christian Hader stellt dazu fest: „Die überaus erfolgreiche und berechtigte Aktion #noblackfriday zeigt, dass es einen sehr offensichtlichen Dissens zwischen der Tätigkeit von Stadtmarketing Bamberg e.V. einerseits und den formulierten Bedarfen von innerstädtischem Einzelhandel andererseits gibt.“
Markus Schäfer und Michi Schmitt aus der grünen Fraktion zeigen auf, dass es Stadt und Stadtrat durchaus gelungen ist, Dinge in der Innenstadt voranzubringen: „Der Wasserspielplatz und die Beschattung am Maxplatz in diesem Sommer oder die Rundbänke am Gabelmann haben die Qualität unserer Innenstadt deutlich erhöht.“ Dies sei auch dem innerstädtischen Handel und Leben durchaus zuträglicher als so manches Event, so Schmitt und Schäfer.
Fraktionsvorsitzende Ulrike Sänger betont abschließend, dass die Bamberger Grünen das aktuelle Finanzierungsmodell durch die Stadt Bamberg kritisch sehen: „Als grüne Fraktion bleiben wir bei unserer auch im vergangenen Jahr vertretenen Position, dass die Bezuschussung des Stadtmarketings sich an den Zielen aller Handelstreibenden in der Stadt Bamberg orientieren muss. Aktuell scheint dies nicht der Fall zu sein.“
ch
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