Alte Eichen beim Bauvorhaben in der Pfeufferstraße müssen erhalten bleiben – ein Verdienst wachsamer Bürger*innen
Erst mal Glückwunsch! An die wachsamen Anwohner*innen, die ein achtsames Auge auf die Planungen für Neu- und Umbauten an der Pfeufferstraße durch die Firma Postler hatten und hoffentlich noch haben.
Entstehen soll dort (im Areal hinter dem Kinderhort Don Bosco) ein mehrgeschossiges Wohngebäude, man plant eine Hofbebauung und eine Tiefgarage, bestehende Gebäude an der Pfeuferstraße/Hornthalstraße sollen saniert werden und dort Wohnungen für Studierende entstehen.
Im Rahmen der Bürgerbeteiligung machten sich Bürger*innen Sorgen um den beachtlichen Baumbestand gleich hinter dem Hort mit großen, wertvollen Eichen. Auch bei der Fraktion GRÜNES BAMBERG landeten besorgte Eingaben, die wir natürlich im Bausenat vorbrachten.
Und tatsächlich führte das zu einer genaueren Überprüfung der baumreichen kleinen Fläche, die sich dann sogar als ausgewiesenes Biotop herausstellte. Das hatte die Stadtverwaltung vorher gar nicht auf dem Schirm, was sie aber nun ordentlich korrigierte. Im Bebauungsplanverfahren ist das Stadtbiotop nun planerisch abgegrenzt. Und es wurde die formale Änderung der Bezeichnung von „Baumbestand“ in „zu erhaltender Baumbestand“ vorgenommen. Gewichtig ist die geringfügig geänderte Wortwahl durchaus, denn die Bäume stehen mithin zum allergrößten Teil nicht mehr zur Disposition für eine Fällung.
Außerdem gab es noch weitere Umplanungen des Bauherren im Bereich der Tiefgarage, die nun kleiner ausfällt, so dass der Abstand zu den Bäumen größer und die Gefahr für sie geringer wird. Dennoch sollten die Anwohner*innen vor Ort durchaus ihre Augen offen halten, denn bei Großbaustellen weiß man nie, was nicht nebenbei dann doch „aus Versehen“ für Schaden angerichtet wird – wenn Bagger auf Baum trifft.
sys
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